Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Syntax, Wortstellungsvariation: Besetzung des Nachfelds durch nicht-sententiale Konstituenten

  • Informationsstruktur

  • Referenzketten; Kohärenz; Salienz; Diskurstopik

  • Argumentation

  • Deutsch-französische Studien

 

2004. Dissertation
Promotion; Université Paris-Sorbonne (Paris IV); UFR d’Etudes Germaniques. Fach: „Deutsche Linguistik“. Betreuerin: Prof. Dr. Martine Dalmas. Titel: „Les réalisations ‚originales’ de l’après-dernière position en allemand con­tem­porain. Projection à droite & Adjonction“. Erschienen 2006 beim DUV (Wies­baden) als Die diskurs­strategische Bedeutung des Nachfeldes im Deutschen. Eine Untersuchung anhand politischer Reden der Gegenwartssprache.
 

2016. Habilitation an der Université Paris-Sorbonne über "Linearisierung und Referenzfragen im heutigen Deutsch: textuelle und argumentative Studien".
Monographie: Die unmittelbare Wiederholung des Eigennamens in Referenzketten: Textuelle und argumentative Funktionen in mono-referenziellen Kontexten (erscheint 2018 beim Olms Verlag)

 

Meinen Forschungsaktivitäten liegen zwei Hauptstränge zugrunde: Den Ausgangspunkt meiner Forschung bildet meine 2004  verteidigte Doktorarbeit zum Nachfeld und seinen nicht-satzförmigen Besetzungsformen, basierend auf einem manuell gesammelten Korpus von ca. 1200 Belegen aus politischen Reden der deutschen Gegenwartssprache. An der Humboldt-Universität zu Berlin habe ich 2009-2010 dieses Forschungsthema weiter entwickelt, indem sowohl der textuellen als auch der kognitiven Perspektive eine ausschlaggebende Rolle beigemessen wurde; vgl. das Thema meines 2009-2010 abgeschlossenen Humboldt-Forschungsprojektes: „Informationsstruktur – Anaphorische Ketten – Textkonstitution: Untersuchungen zur informationsstrukturellen Rolle verbfreier Nachfeldkonstituenten in Pressetexten“. Dieses Forschungsinteresse steht noch im Jahr 2014 auf der Tagesordnung – mit der internationalen Tagung « Das ‘Nachfeld’ im Deutschen zwischen Syntax, Informationsstruktur und Textkonstitution – Stand der Forschung und Perspektiven », die an der Université Paris-Sorbonne am 30.-31. Januar 2014 stattfindet (vgl. das Tagungsprogramm). Auf der anderen Seite habe ich mich dem schwierigen und schwer zu definierenden Begriff der ‘Salienz’ gewidmet, und dies in doppelter Hinsicht : zum einen aus theoretischer Sicht, indem ich mich mit theoretischen Kohärenzmodellen wie der Centering Theory oder dem Functional Centering auseinandersetze, zum anderen aus empirischer Sicht, indem ich auf der Grundlagen von Referenzketten (Belege aus deutschen Zeitungen) vor allem die Alternative « Eigennamen – Pronomen » und die Ursachen/Funktionen von unmittelbaren Renominalisierungen untersuche. Diese empirischen Analysen über die unmittelbare Wiederholung des Eigennamens (in mono-referenziellen Kontexten) bilden den Gegenstand meiner Habilitationschrift.

Andererseits ergeben sich meine Forschungsaktivitäten aus meiner aktiven Teilnahme sowohl an der Forschungsgruppe CoVariUs, UMS 3323 "Maison de la Recherche" der Université Paris-Sorbonne bzw. seit dem 1. Januar 2014 an der Forschungseinheit Celiso - Centre de linguistique en Sorbonne, EA 3553 der Université Paris-sorbonne, als auch am vom Institut für Deutsche Sprache (Mannheim) geleiteten europäischen Forschungsprojekt "EuroGr@mm / ProGr@mm kontrastiv" (2007-2012).

Das europäische Forschungsprojekt EuroGr@mm / ProGr@mm kontrastiv (2007-2012)
Genaueres zur Projektbeschreibung, zur Vorgehensweise, zur bisherigen Arbeit und zu den Zielen unter:  http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/gruwi.ansicht?v_typ=o

2018-2019 nehme ich an dem Deutsch-Mittelmeerisches Forschungsnetzwerk im Bereich Sprachwissenschaft unter der Leitung von  Prof. Athina Sioupi (Thessaloniki) teil. Es verfolgt ein doppeltes Ziel:

- Forschung: Kooperationen zwischen Sprachwissenschaftler/innen an deutschen und Mittelmeer-Anrainerstaaten; Veranstaltung von gemein­sa­men Workshops usw.
- Lehraktivitäten: Einrichtung internationaler Sommerschulen in Linguistik 

 

Forschungsgruppe/Sonderforschungsbereich

Seit dem 1. Januar 2014: Centre de linguistique en Sorbonne ('Celiso'), EA 7332
CoVariUs - Contextes, Variation, Usages (UMS 3323 "Maison de la Recherche")

 

 

Postanschrift

Sorbonne Université - Faculté des Lettres
UFR Etudes germaniques et nordiques
108, boulevard Malesherbes
F-75850 PARIS Cedex 17
France

Contact: helene.vinckel@paris-sorbonne.fr
helene.vinckel@sorbonne-universite.fr